COVID-19: Neue Studie – aktuelle Zahlen

Vor kurzem wurde eine wissenschaftliche Studie aus Frankreich veröffentlicht, bei der die COVID-19-Übertragung auf ein ungeborenes Kindes beschrieben wurde. Die Forscher fanden heraus, dass sich Virus-Anteile im Fruchtwasser und – in großer Menge – in der Plazenta gefunden haben. Das Baby hatte nach der Geburt auch neurologische Symptome, konnte sich danach aber glücklicherweise wieder erholen.

Die Studie im Original kann man hier nachlesen: https://www.nature.com/articles/s41467-020-17436-6

Was bedeutet das für Ihre Schwangerschaft?

Sie sollten besondere Vorsicht walten lassen, da sich nun eben gezeigt hat, dass sich die Infektion über den Blutweg und die Plazenta zum ungeborenen Kind ausbreiten und auch zu Krankheitssymptomen führen kann (freilich sind hier weitere Studien notwendig, um dazu genaue Rückschlüsse ziehen zu können). Zusätzlich gibt es aber auch vermehrt Hinweise, dass schwangere Frauen selbst in bis zu neun Prozent der Fälle schwerere Krankheitsverläufe aufzeigen können (hier eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit dazu: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7151436/

Panik ist allerdings nicht angebracht, da nach derzeitigem Stand auch die meisten Coronavirus-Infektionen in der Schwangerschaft glücklicherweise einen milden Verlauf in der Akutphase zeigen (über Spätfolgen der Infektion generell weiß man noch sehr wenig). Trotzdem sollte man aufpassen und – nach den üblichen Empfehlungen – Risiken für eine Infektion verhindern.

In unserer Ordination sind wir seit der starken Verbreitung der Infektion in Österreich einen sehr strikten Weg gegangen, um Ansteckungen in der Ordination zu verhindern. Wir haben in den letzten Wochen die Regelung bzgl. Begleitpersonen etwas gelockert, sehen uns nun aber in der Pflicht, diese Lockerung aufgrund der neusten Daten und steigenden Zahlen wieder zu einem gewissen Maß zurückzunehmen.

Es bleibt auf jeden Fall die Maskenpflicht für jede/n die/der die Ordination betritt sowie genaue Angaben zu ihrer Gesundheit und Aufenthaltsorten in den letzten 7 Tagen. Es wir ab sofort strengere Regelungen zu Begleitpersonen geben – letztere sind nur gestattet, wenn es einen wirklich triftigen Grund dafür gibt. Dazu zählen beispielsweise Fehlbildungen des Kindes, Hochrisikoschwangerschaften oder auch Behinderungen der werdenden Mutter.

Falls eine Begleitung notwendig erscheint, bitten wir sie, dies 48 Stunden vorher per Email bekanntzugeben und dabei auch die Daten (inkl. Telefonnummer) der Begleitperson und den Grund der Begleitung anzugeben.

Wir haben bislang sehr positives Feedback zu unseren Regelungen erhalten – insbesondere, da vielen unserer Patientinnen verstehen, dass dieses Vorgehen (das ja auch die Ärztekammer und die ÖGUM empfiehlt) ihrem eigenen Schutz dient: Jede zusätzliche Person in einem Raum erhöht das Ansteckungsrisiko.

Gerade in Anbetracht der zuletzt wieder deutlich gestiegenen Infektionszahlen in Österreich und der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sehen wir es weiterhin als unsere Verantwortung, die Patientinnen in der Praxis so gut wie möglich zu schützen. Aus diesem Grund nehmen wir es hinsichtlich Masken- und Besucherregelung auch weiterhin sehr, sehr genau – dies dient Ihrer eigenen Sicherheit! Wir müssen uns leider auch vorbehalten, Begleitpersonen kurzfristig nicht zuzulassen – beispielsweise, wenn es zu einem weiteren starken Ansteigen der Infektionszahlen in Ostösterreich oder neuen Daten bzgl der Übertragung des Virus auf das ungeborene Kind kommt.

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie uns natürlich gerne wie immer telefonisch oder per Email kontaktieren.

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